(15.4.2007)
Im Sommer 2006 hat mich der Lebenshilfe-Buch-Bestseller-Autor Josef „Joki“ Kirschner für ein Interview zu sich nach Hause eingeladen. Er lebt zürückgezogen auf seinem 15.000 Quadratmeter großen Grundstück im Süd-Burgenland. Geld-Sorgen hat er keine mehr. Schließlich war er nicht nur ein erfolgreicher Fernseh-Moderator ("Tritsch-Tratsch"; ORF), sondern, er hat auch über 10 Millionen „Lebenshilfe“-Bücher verkauft. Joki Kirschner führt ein ausgeglichenes Leben in der Natur - mit Meditation und Familie. Er genießt es, von niemandem mehr abhängig zu sein und tun und lassen zu können, was er will. Folgende bemerkenswerte Zitate sind mir in Erinnerung geblieben, vielleicht birgt dies einige Ideen für uns...
„Ich lebe jeden Tag möglichst frei und glücklich - und zwar aus eigener Kraft. Das ist mein Lebens-Prinzip.“
„Es ist die Familie, auf die man sich heute verlassen kann. Sonst auf niemanden mehr.“
„Das Schöne an meinem Leben jetzt ist, dass ich mich zu nichts mehr verpflichten muss. Ich stehe auf, wenn es mir Spaß macht. Da kann es auch 10 Uhr sein. Bevor ich aufstehe, mache ich im Bett ein meditatives Erwachen. Ich gehe meinen Körper durch. Ich sage mir: ,Meine Verdauung ist gut. Mein Herz schlägt ruhig...' Durch autogenes Training kann ich mir sogar die Füße warm machen, wenn mir kalt ist. Nach dem Aufstehen mache ich ein 30-minütiges Gymnastikprogramm. Da ich auch hier frei sein möchte, mache ich mich nicht von Sportgeräten wie etwa von einem Hometrainer abhängig. Meine Übungen mache ich ohne Geräte. Zum Beispiel im Liegen, indem ich mit meinen Beinen 100 Mal Rad fahre. Nachher gehe ich im Garten spazieren und schaue mir die Blumen und Bäume an, wie sie wachsen. - Manchmal bis zu drei Stunden pro Tag!“
„Im Garten setze ich mich auf einen Sessel und blicke in die Ferne; ins Universum. Ich meditiere auch übers Sterben. Ich möchte einfach Eins sein mit mir selber - aber auch mit dem Universum. - Weil ich ja ein Teil des Universums bin. Und das Universum ist ein Teil von mir. Ich möchte diese Einheit, diese Harmonie herstellen, mit dem, was das Universum ausmacht: Leben, Chaos, Ordnung... Das Universum ist Chaos und Ordnung. Und ich möchte beides akzeptieren können. Auch Chaos ist ein Teil unseres Lebens. Niederlagen sind wichtig. Man muss auch unglücklich sein, um zu wissen, was Glück ist...“
„Für mich bedeutet Egoismus Selbstverantwortlichkeit. Und da bin ich sehr egoistisch. Ich bin bei keinem Verein und bei keiner Partei. Ich gehöre keiner Religion an und auch keiner Kirche. Ich habe keine Schulden. Ich bin von niemandem anhängig."
„Warum brauchen wir einen Gott, eine Kirche, ein Idol zum Glauben? Warum glauben wir nicht an uns selber...?"