18.5.2006
Von rund zwei Schachteln Zigaretten (40 Stück) pro Tag wegkommen. Das möchte ich JETZT schaffen. Mein erstes Ziel dieser ganz persönlichen Raucherentwöhnung lautet, pro Tag "nur noch" fünf bis acht Zigaretten zu rauchen. Zum Beispiel zum Kaffee. Oder zu einem erstklassigen Gläschen Wein. Diese ganzen sinnlosen, Geld verbrennenden, schädlichen, stinkenden Gewohnheits-Zigaretten zwischendurch möchte ich ab sofort, ein für alle Mal, sein lassen. - Damit das Leben heiter bleibt... Mal sehen, was gelingt und ob ich mittelfristig mit dem Rauchen aufhören werde.
7 Uhr Erstmals seit "100 Jahren" keine Zigarette in der Früh geraucht. Ich wußte gar nicht, dass das geht. Statt Kaffee gab es Tee.
8 Uhr Ich esse überraschenderweise einen Apfel.
8.30 - 9.10 Uhr 2 Zigaretten beim Zeitunglesen - dazu eine Tasse Kaffee (Melange).
10.15 Uhr Große Lust auf eine Zigarette. Aber, ich nehme mir keine. Igrendwie spüre ich jetzt ein nach Zigaretten verlangendes Gefühl in der Magen-Gegend. Dieses Gefühl ist eine "gekonnte Mischung" aus unangenehm und angenehm. Jetzt mache ich etwas ganz Geschicktes. Etwas, bei dem ich noch nie geraucht habe. Ich gehe Joggen!
10.50 Uhr Bin wieder da vom Joggen. Während des Laufens hatte ich tatsächlich kein Verlangen nach einer Zigarette. Und jetzt, unmittelbar nach diesem Gesundheitstraining, auch nicht. Wo kann man sonst noch eher schlecht rauchen? Richtig: In der Dusche. Und dorthin gehe ich jetzt. Falsch: Dorthin gehe ich erst dann, wenn der Drang nach einer Zigarette wieder fast nicht mehr auszuhalten ist.
11.06 Uhr War noch immer nicht duschen. Aber, jetzt gehe ich doch. Nicht wegen der Lust auf eine Zigarette, sondern, weil ich nach dem Joggen doch einigermaßen nicht ganz so gut rieche. Außerdem muss ich arbeiten.
11.20 Uhr Duschen fertig. Haare naß. Riesen Gusto auf eine Zigarette. Meine letzte Zigarette habe ich bereits vor zwei Stunden geraucht. Es ist fast schon Mittagszeit, und ich habe heute erst zwei Zigaretten geraucht. Meine Lust steigt. Gefährliche Situation...
11.32 Uhr Soeben habe ich meine 3. Zigarette des Tages ausgedämpft. Aus Rücksicht auf meine Familie habe ich sie - wie immer - vor der Wohnung geraucht. Bis zur Hälfte hat sie mir tatsächlich geschmeckt. Ich analysiere: Diese 3. Zigarette des Tages habe ich in der Zeit nach dem Duschen und vor dem Fönen der Haare geraucht. Es war also eine "tote Zeit", in der ich mir nichts Rechtes anzufangen wußte. Derartiges muss ich künftig also irgendwie vermeiden.
12.25 Uhr Wieder seit fast einer Stunde rauchfrei. Schön langsam merke ich gewisse Verbesserungen in meinem Körper. Und wenn ich's mir nur einrede? Auch gut.
12.45 Uhr Soeben habe ich meine 4. Zigarette des Tages ausgedämpft.
13.33 Uhr Zigarette Nummer 5 geraucht. Das war die Zigarette, während ich auf das (verspätete) Mittagessen gewartet habe.
14.35 Uhr Zigarette Nummer 6 geraucht. Bei einem geschäftlichen Telefonat habe ich mir automatisch eine zwischen die Lippen geschoben. Als ich das bemerkt hatte, hatte ich sie mir bereits angezündet. Also habe ich sie geraucht.
15.42 Uhr Zigarette Nummer 7 zum Nachtmittags-Kaffee.
16.35 Uhr Zigarette Nummer 8 nach einer verlorenen Diskussion mit meiner Frau.
18.15 Uhr Zigarette Nummer 9.
19.25 Uhr Zigarette Nummer 10. Gestern abend traf ich noch meinen Kumpel in einer Pizzeria und rauchte bestimmt zwei Packerln. Wir (beide Ende 30) diskutierten über unseren langjährigen Zigarettenkonsum. An diesem Abend fasste ich den Entschluß, dass Rauchen für mich ab sofort sehr, sehr böse ist, und dass ich mich bessern möchte. Seit gestern, 22.15 Uhr, habe ich also nur zehn Zigaretten geraucht. Für mich persönlich ist das ein ziemlicher Erfolg. Für`s erste jedenfalls. Und morgen möchte ich nur um eine weniger rauchen...
20.15 Uhr Banane gegessen.
21.30 Uhr Gute Nacht!