Österreich, am 21.6.2005
In tiefer Trauer...
... geben wir Nachricht, dass der heiß geliebte
„Musikantenstadl“ mit Karl Moik
laut ORF, per 31. Dezember 2005, mit dem traditionellen Silvesterstadl, in die ewigen Jagdgründe gehen wird. Moiks Vertrag wurde nicht verlängert.
Stefan Mross würde meinen: „Es hat sich ausgeblasen“.
Die Kritiker: „Das Jahr 2006 beginnt ganz gut...“
Knapp 25 Jahre lang präsentierte Karl Moik seinen „Stadl“ im Fernsehen. Unvergessen, sein lieb gemeintes „Spaghettifresser“ in Richtung Italien und sein charmantes „Kusch!“ in Richtung Zuschauer.
Bewundernswert, wie er sich damals für den Weiterverbleib seines Ex-Partners Hias eingesetzt hat. Vorbildlich, wie demokratisch Karl Moik vor jeder Sendung entschieden hat, wer seine CDs im Stadl nun promoten darf und wer nicht. Nicht zu vergessen: Karl Moik ermöglichte auch Hansi Hinterseer seinen ersten großen Fernsehauftritt als Sänger.
Tiefen Dank!
Karl Moik war einer, der stets großen Wert darauf legte, dass die Musiker und Sänger im Stadl live spielten bzw. trällerten – langweilige Playbackeinspielungen „aus der Konserve“ waren ihm zutiefst zuwider.
Karl Moik war ein äußerst sympathischer, unheimlich witziger, extrem schlagfertiger und gesanglich höchst begabter ... Ofenverkäufer.
Einmal war der Moik krank – und da wurde der „Musikantenstadl“ von den Künstlern präsentiert.
Den habe ich mir auch angeschaut.
Im Namen aller, die in diesem „Moikanten-Stadl“ niemals auftreten durften.
Die Frage ist nur, ob was Besseres nachkommt...