(17.11.2004)
Freddy Quinn, „Der Junge von St. Pauli“, war gleich zu Prozess-Beginn geständig. Noch dazu unter Tränen. Später dann, hat er dem Richter was vorgesungen. Der erfahrene Schauspieler kannhoffentlich mit einer milderen Strafe rechnen.
Meinen 73-jährigen Schlagerstar schickt man wohl auch nicht so einfach ins Gefängnis. 900.000 Euro machen zwar eine ganz schöne „Welle“ – aber er hat ja, wie ich höre, eh schon alles zurück bezahlt. Außerdem musste Freddy – fern seiner steuerrechtlichen Heimat – in Hamburg eine über 80-jährige Frau pflegen, mit der er verlobt ist. Und zwar seit über 40 Jahren.
„Junge, komm bald wieder“. „Seemann, lass das Träumen“. „La Paloma“. Mit Liedern wie diesen hat er sich in mein Herz gesungen. Ich glaube ihm einfach alles.
Nein, mein Freddy Quinn ist kein Pirat. Mein Freddy ist ein anständiger Seemann.
Spätestens ab jetzt. Spätestens nach diesem Schuss vor den Bug. Wetten...?
Urteils-Verkündung am kommenden Montag. (2 Jahre auf Bewährung; EUR 150.000 Geldstrafe).