(2.11.2004)
Heiteres.com hat das gefakte Exklusiv-Interview:
Late-Night-Talker Harald Schmidt plant sein großes TV-Comeback bei der ARD. Heiteres.com-Reporter Gerald Vukits bat ihn zum frei erfundenen Exklusiv-Interview.
HEITERES: Herr Schmidt, warum?
SCHMIDT: Die deutsche Bundesregierung ist an mich heran getreten, allen voran Herr Gerhard Schröder, und hat gesagt: Entweder ich mache ein TV-Comeback – oder in Deutschland wird der Humor-Notstand ausgerufen.
HEITERES: Mal „Anke“ geguckt?
SCHMIDT: Klar. Allerdings vor ihrer Late-Night-Show bei SAT.1.
HEITERES: Sie werden in der ARD zweimal pro Woche antreten?
SCHMIDT: So habe ich es auch gelesen, ja.
HEITERES: Um Sie zu finanzieren, muss die ARD beinahe ihr gesamtes anderes Programm einsparen?
SCHMIDT: Das ist wohl ein bisschen übertrieben. Sagen wir: Das halbe.
HEITERES: Warum sind Sie so beliebt?
SCHMIDT: Ist wohl nicht besonders schwierig, angesichts meiner Konkurrenz. Ich meine: Stefan Raab hat beinahe schon mehr Zuseher in seinem Studio als vor den Bildschirmen. Und, wenn es den deutschen Bundestag nicht gäbe, hätten wir überhaupt keine tagesaktuelle Comedy mehr.
HEITERES: Würde Sie eine Karriere als Politiker interessieren?
SCHMIDT: Also, wenn „Arnie“ Präsident in Amerika wird, dann wäre ich gerne sein Vize. Unsere gemeinsamen Pressekonferenzen wären Stand-up-Comedy vom Feinsten. Ich am Anzug. Er als Terminator. Das hätte was...
HEITERES: Sie waren gerade auf Weltreise, was haben Sie sich angesehen?
SCHMIDT: Na ja ... die Welt.
HEITERES: Und? Wo gefällt es Ihnen am besten?
SCHMIDT: Zu Hause.
HEITERES: Sie hatten nach Ihrem SAT.1-Abgang mehr Presse als während Ihrer Show.
SCHMIDT: Stimmt. Hat mich auch etwas nachdenklich gestimmt. Aber, um wieder aufhören zu können, muss ich erst mal wieder anfangen.
HEITERES: Die „Bild“-Zeitung zitierte dieser Tage, wie schlecht Sie früher über Ihren neuen Arbeitgeber, die ARD, gesprochen haben.
SCHMIDT: Die „Bild“-Zeitung wird sich noch wundern, was mir so alles ab 23. Dezember einfallen wird. Und zwar über die „Bild“-Zeitung.
HEITERES: Hätten Sie für Anke einen Job in Ihrer Show?
SCHMIDT: Gute Frage. Gag-Schreiberin fällt wohl weg...
HEITERES: Warum ist Anke gescheitert?
SCHMIDT: Wenn eine Frau Witze macht, ist das ungefähr das selbe, wie wenn eine Katze bellt. Absolut unglaubwürdig. Eine Frau wie Anke gehört hinter den Herd, oder ins Bett – aber ganz bestimmt nicht in eine Late-Night-Show. Witze sind eben Männersache! Fragen Sie Rudi...
HEITERES: Wen hätten Sie gerne als Ihren ersten Stargast?
SCHMIDT: Den Papst in Zivil! Müsste eigentlich ganz gut in seinen PR-Kalender passen, schließlich ist gleich nach meiner ARD-Premiere Weihnachten.
HEITERES: Und? Was würden Sie den Papst fragen?
SCHMIDT: Was er zu Weihnachten seinen Kindern schenkt...